Insight: WIE WIRD MAN EIGENTLICH: DIGITAL-LOTSE?

Im Oktober 2017 veröffentlichten unsere lieben Partner der Tina Voß GmbH in ihrem TVJournal ein sympathisches Portrait von Christian. Lieben Dank auch an Stefan Schlutter für das wirklich nette Gespräch im Vorfeld.

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Die Digitalisierung. Ein paralysierendes Schreckgespenst. Mitarbeiter haben Angst davor, im Zuge der Digitalisierung wegrationalisiert zu werden. Beispiele, wo ganze Berufsfelder verschwunden sind, gibt es ja genug. Geschäftsführer haben keine Zeit, ernsthaft über eine digitale Strategie nachzudenken, weil sie zu sehr mit dem Tagesgeschäft beschäftigt sind. Dabei schreitet der digitale Wandel ungebremst voran und beschleunigt sich immer weiter. „Wer nicht mitmacht, verliert", bringt Christian Bredlow die normative Kraft des Faktischen auf eine einfache Formel

Der 41-jährige Geschäftsführer der Digital Mindset GmbH mit Sitz in Laatzen ist hauptberuflicher „Digital-Lotse". Als Impulsgeber und Sparringspartner für seine mittelständischen Kunden begleitet Bredlow den digitalen Wandel in Unternehmen — auch, indem er Ängste und Vorurteile abbaut. Klingt spannend - ist es auch: Denn jedes Unternehmen, jede Branche, jeder Geschäftsführer ist anders und immer wieder spannend. Entsprechend individuell ist Bredlows Herangehensweise. Blaupausen gibt es da nicht. Um alle relevanten Themen abdecken zu können, arbeitet Bredlow mit Freelancern zusammen.

„Bei der Digitalisierung der Produktion ist der Mittelstand vielfach längst bei Industrie 4.0 angekommen und damit bestens aufgestellt. In der Kommunikation und im Büroalltag hingegen hinkt die Digitalisierung hinterher. Weil Prozesse nicht vernetzt sind, die technischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft oder aber moderne Kommunikationskanäle erst gar nicht genutzt werden", sagt der zweifache Vater und Ex-Hip-Hopper, der bis 2014 zehn Jahre als Manager eines mittelständischen Verlagshauses für die Digitalstrategie mitverantwortlich war und sich nach seinem Ausscheiden zunehmend mehr darüber freut, nicht tagtäglich den selben Job zu machen.

Der diplomierte Wirtschaftsinformatiker verließ das Unternehmen, nahm sich eine sechsmonatige Auszeit und konzentrierte sich auf das, was er konnte, also „Digitales", und beschloss: „Mein Job soll Spaß machen und ich will selbstbestimmt arbeiten". Ein Statement mit Folgen. Er wurde Unternehmer, 2015 gründete Bredlow die Digital Mindset GmbH, dockte an die Hencke-Unternehmensgruppe an, wo er ebenfalls Geschäftsführer ist, und macht Mittelständler seither fit für die digitale Transformation.

Mal als Key-Note-Speaker mit Rap-Einlagen auf der großen Bühne, mal in Workshops für Führungskräfte, mal als Initiator von Inspirationsreisen nach Berlin oder Los Angeles zu angesagten Co-WorkingSpaces, wo die gestandenen Unternehmer auf innovative Start-Ups zum Austausch treffen. Aber am liebsten als „Begleiter auf Zeit" ganz nah am Geschäftsführer, wo er ohne fachlichen Tunnelblick mit seiner Sicht der Dinge In Prozesse einsteigt und alles hinterfragt: „Warum macht ihr das eigentlich so?"

Zumeist sind es eingeschliffene Prozesse, die das Alltagsgeschäft fundamentieren und In der Regel nicht auf den Prüfstand kommen. Bredlow streut dann Erfahrungen ein, gibt Best-Practice-Beispiele wie es andere machen und regt zum Nachdenken an. So erschließt er die digitalen Zusammenhänge im Dialog mit dem Kunden. Der Erkenntnisgewinn daraus sind nicht selten Aha-Erlebnisse, weil Potentiale identifiziert sind. Und dann heißt es: Sie haben ja recht. Eigentlich müssten wir sofort - aber... "Das habe ich schon so oft gehört, dass ich das auf Karten zur Verteilung nach meinen Vorträgen habe drucken lassen. Samt meiner Antwort auf der Rückseite: Dann los!" sagt Bredlow, der als Digital-Lotse immer wieder die nötigen Impulse liefert, damit die Mittelständler den digitalen Wandel in einen nachhaltigen Geschäftserfolg ummünzen — mit viel Humor, gemeinsamem Lachen und ohne erhobenem Zeigefinger.

Ein Beispiel: „Statt schnell und effizient über ein soziales Intranet miteinander zu kommunizieren und alle daran teilhaben zu lassen, vergeuden Mitarbeiter viel Zeit damit, E-Mails untereinander zu versenden. Das verzögert Prozesse, erzeugt Reibungsverluste und verhindert Innovation“, sagt Bredlow, der Unternehmen dazu rät, an dieser Stelle von Facebook und Co. zu lernen und analog dazu eben ein soziales Intranet einzurichten. Das muss dann auch vom Chef selber mit bespielt werden, ansonsten erwächst nicht die notwendige Akzeptanz", sagt Bredlow, der seine Arbeit als digitaler Impulsgeber in maximal 10 Jahren erfüllt sieht: „Dann hat der digitale Wandel in den Unternehmen stattgefunden. Und ich bin dann als Lotse überflüssig, hab mich quasi selber wegrationalisiert“. Und dann? „Vielleicht endlich mein erstes Soloalbum aufnehmen, mal schauen", sinniert Bredlow.

Den ganzen Artikel und weitere spannende Insights finden Sie hier im gesamten TVjournal Oktober 2017.

Mehr zu den Services für Bewerber und Unternehmen der Tina Voß GmbH finden Sie auf der Website www.tina-voss.de.

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