Nachlese AGV Transformation Session #agvts18 in Braunschweig

Unternehmen werden einen nachhaltigen digitalen Wandel nicht schaffen, ohne sich grundlegend mit den kulturellen Herausforderungen der modernen Zusammenarbeit zu beschäftigen. All das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dennoch ist der Austausch für vielen Firmen untereinander von enormer Bedeutung. Dabei gilt es mehr denn je, sich vom reinen Buzzword-Bingo zu verabschieden und mit der "echten" Umsetzung im eigenen Unternehmen zu starten. 

Und genau darum ging es bei den AGV Transformation Sessions gestern in Braunschweig. Die im Rahmen des Dialogs 4.0 – einer Kooperation der IHK Braunschweig mit den Arbeitgeberverbänden Region Braunschweig und Harz – durchgeführte Veranstaltung wollte wachrütteln. Teilnehmer sollten voneinander lernen, spannende Impulse bekommen und sich über Unternehmensgrenzen hinweg austauschen. Dabei ging es darum Unternehmen in die Lage zu bringen, dass theoretisch gelernte in die gelebte Praxis umzusetzen.

Auch deshalb hat man sich für die erst kürzlich als Co-Workingspace eröffneten Wichmann-Hallen entschieden. Eine wie wir finden tolle Idee und genau das richtige Zeichen für eine Veranstaltung, in der es um moderne Arbeitsumgebungen und Kulturentwicklungen in Unternehmen geht.

Einen begeisternden Schnelleinstieg in die großen Themen der digitalen und mit ihrer einhergehenden kulturellen Transformation. Und vor allem: Die Übersetzung dieser Megathemen in die unternehmerische Praxis!

Die etwas andere Keynote zum Thema Agilität und Digitalisierung

Wir durften mit der Keynote unseres Chef-Lotsen Christian Bredlow den Auftakt des Tages machen. Dass es bei der Digitalisierung nur bedingt um das Thema Technik geht, haben nach der humorvollen und etwas anderen Keynote alle Besucher verstanden. Ein Mindset hinsichtlich der immer schneller drehenden Kommunikationsspirale "ändert" man nicht durch Technik. Vielmehr wird das eigene Kommunikationsverhalten stark durch Emotionen und eigene Erfahrungen geprägt. Diese Emotionen kamen im Zuge der Keynote im Publikum immer wieder hoch. Jeder der Teilnehmer konnte sich mit den erwähnten Situationen identifizieren. Genau das konnten wir dann in den zahlreichen spannenden Gesprächen über den gesamten Tag hinweg spüren.

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'Ab jetzt sind wir alle #agile, oder was?' - Christian mit der etwas anderen Keynote am Morgen

Innovationen finden aktuell woanders statt

Eine weniger lockere, aber nicht weniger spannende, Keynote kam im Anschluss durch Thomas Sattelberger. Spannend waren vor allem die zahlreichen Zahlen bzw. Statistiken zum Thema Innovationen und die Gegenüberstellung Europas mit dem Rest der Welt. Es ist nie schön den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Aber gerade bei einem solch wichtigen Thema wir der Digitalisierung so auf die hinteren Plätze abzurutschen stimmt mehr als nachdenklich. Es ist schon eher "fünf nach zwölf" als "fünf vor zwölf", wenn man in Deutschland bzw. Europa nicht endlich aufwacht, den Ernst der Lage erkennt, gewillt ist die Handbremse zu lösen und Innovationen durch eine benötigte Infrastruktur zu möglich zu machen droht man gänzlich den Anschluss zu verpassen.

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Thomas Sattelberger forderte Unternehmen und Politik zum Aufwachen auf

Besonders interessant waren für uns zwei Folien von Herrn Sattelberger, die genau das zeigen was uns in unseren Projekten immer wieder begegnet.

"Einige der wichtigsten Innovationen entstehen nicht durch neue Technologien, sondern durch andere Arten zusammenzuarbeiten und Arbeit zu organisieren" (Prof. Tom Malone, MIT)

Wie in Christians Keynote schon erwähnt, hat es nichts mit Technologie zu tun die eingeführt wird, sondern damit Arbeit anders zu denken, zu erledigen und effizienter zusammenzuarbeiten. Dann können durch Transparenz und Geschwindigkeit auch Innovationen entstehen.

Die wichtigsten Innovationsverhinderer in Deutschland sind Machtverlust (37%), Angst (52%) und (Irr-)Glaube (11%) Quelle: 2bAHEAD Trendindex 2018 - Stimmungsbarometer für die Lage des Trendmanagements im deutschsprachigen Unternehmen

Auch das sind in Digitalisierungsprojekten innerhalb von Unternehmen genau die Aspekte, die solche Projekte deutlich verlangsamen bzw. scheitern lassen. Die Angst der Mitarbeiter durch die Digitalisierung von Prozessen ihren Job verlieren zu können. Aber auch die des Managements und bestimmter Jobgruppen ihre Macht zu verlieren, welche sie anderen gegenüber erfolgreich macht.

In unseren Moments auf Twitter haben wir einige der aussagekräftigsten Tweets zum Nachlesen zusammengestellt.

Impulse sind das A und O!

Jetzt neu! "Das unsere Firma ist anders-Paradigma". Mehr zu Christians Keynotes findet Ihr hier. Termine und Veranstaltungen unter www.dimi.rocks

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