Bastian erklärt irgendwas 4.0

#digidingens: irgendwas 4.0

Irgendwas 4.0 ist eigentlich kein Buzzword. Trotzdem lieben wir es, im Zuge der Digitalisierung wie wild „Versionsnummern“ hinter alle Begriffe zu hängen, die wir als das New Kid from the Block verkaufen wollen. 

Egal ob wir über das „Mitmach-Internet“ [Web 2.0], die erfolgreiche Gemeinde im Jahr 2050 [Gemeinde 5.0] oder die nächste Ausbaustufe der Industrialisierung sprechen [Industrie 4.0] – wir zählen munter durch und versuchen den Überblick nicht zu verlieren. 

Der Grad zwischen Sinn & Marketing

Das ist wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe. Denn irgendwas 4.0 ist mittlerweile zur schlechten Angewohnheit geworden. Wo immer jemand eine (gute) Idee hat, schreiben wir sicherheitshalber noch ein x.0 dahinter, um sicherzugehen, dass sofort ersichtlich wird, wie zukunftsweisend der Zauber wirklich ist. Ob das hilft bleibt an dieser Stelle anderen Veröffentlichenden überlassen.

Irgendwas 4.0 – woher kommt das?

Die wohl üblichste Herleitung der Endung „4.0“ beobachten wir im Zusammenhang mit der Industrie.

Die erste industrielle Revolution [Industrie 1.0] fand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts statt, als die Dampfmaschine begann, die Arbeit von Menschen extrem zu erleichtern.

Die zweite industrielle Revolution [Industrie 2.0] beschreibt den Einzug der Fließbandarbeit und damit der Massenproduktion in die Produktionsstätten am Ende des 19. Jahrhunderts. Der berühmteste Satz dieser Zeit ist wohl dieser:

Any customer can have a car painted any color that he wants so long as it is black.

Henry Ford

Die dritte industrielle Revolution [Industrie 3.0] ist der Einzug von elektronischer Datenverarbeitung und IT in die industrielle Fertigung. Hier spielt erstmals auch Automatisierung eine Rolle.

Die vierte industrielle Revolution beschreibt schließlich die zunehmend intelligente Automatisierung von Produktions- und sogar Geschäftsabläufen sowie die Vernetzung von Mensch & Maschine und Maschine & Maschine.

Was als nächstes kommt wissen wir nicht. Sicher ist aber, das wir noch ein paar Ausbaustufen erleben werden.

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