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#digidingens: Corona-Warn-App

Na, auch schon ein Bild davon gepostet, dass Ihr die neue Corona-Warn-App runtergeladen habt und so Euren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leistet? Sehr gut! Das sollten wir alle tun, denn wie immer bei Netzwerken und Plattformen maximiert sich der Nutzen überproportional mit der Summe der Nutzer*innen.

Es tauchen auch schon die ersten Bilder von Menschen auf, die Kontakt mit nachweislich positiv getesteten Menschen hatten. Spannend zu sehen, dass es wohl tatsächlich klappt.

Moment: Corona-Warn-App?

Richtig. Die App soll uns als Gesellschaft dabei unterstützen, Ausbrüche des Corona-Virus schneller zu erkennen. Die App funktioniert dabei (von der Technik im Hintergrund mal abgesehen) denkbar einfach. Sie misst mit Hilfe der im Handy verbauten Bluetooth Technologie (die wir sonst benutzen um unsere Kopfhörer oder Autos mit dem Telefon zu koppeln), ob, wie lange und in welcher Entfernung von anderen App-Nutzer*innen wir uns aufgehalten haben.

Der Clou ist nun der Folgende: Erhält ein Nutzer der App vom Arzt seines Vertrauens die Nachricht, dass er an Corona erkrankt ist, kann dieser Befund in der App gemeldet werden. Im Anschluss erhalten alle App-Nutzer*innen, die sich in den letzten 14 Tagen in der Nähe des Corona-Patienten aufhielten, einen Hinweis, dass sie mit einem Infizierten Kontakt hatten.

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Wohl kaum ein Thema wurde in Deutschland im Zusammenhang mit der Corona-App so leidenschaftlich diskutiert, wie der Schutz unserer persönlichen Daten. Genau mein Humor. Im Bild links seht Ihr die TOP 7 der Gratis-Apps im App-Store von Apple. WhatsApp und Instagram gehören Facebook, TikTok ist ein chinesischer Dienst.

Ist schon spannend, wie wir bei diesem Thema immer wieder mit zweierlei Maß messen.

Naja. Müsst Ihr ja wissen 😉

In der Realität sieht es nun so aus, dass die App nicht weiß, wer wir sind. Es wird ausschließlich mit anonymen Daten gearbeitet, denn die Logik des Systems braucht keine Namen. Wichtig ist aber vor allem, dass viele Menschen mitmachen und dass wir als App-Nutzer auch bereit sind, etwaige positive Testergebnisse per Corona-Warn-App zu übermitteln.

Warum ist das jetzt gut?

Ich bin kein Mediziner, Statistiker oder Biologe und meine Hauptinformationsquelle zum Coronavirus ist der Podcast von Prof. Drosten. Was mir aber bei den ersten Malen zurück im Restaurant oder beim Friseur klar war: Mit den analogen Zetteln auf die wir Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer schreiben, wird das nichts mit der umfassenden Bekämpfung einer Pandemie. Hier zeigt sich einmal mehr, dass #digidingens gepaart mit einer gewissen Logik und Einfachheit bei wichtigen Problemen Abhilfe schaffen kann.

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  1. Pingback: Flashback 06 / 2020 | Digital Mindset

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